Synthesa Chemie präsentiert ein erweitertes Produktportfolio für die dekorative Gestaltung. Der österreichische Lackhersteller reagiert damit auf zwei zentrale Markttrends: die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Beschichtungen mit reduzierten VOC-Werten und den anhaltenden DIY-Boom im privaten Wohnbereich.
Die neue Produktlinie richtet sich sowohl an Malerfachbetriebe als auch an Endkunden, die hochwertige Gestaltungstechniken selbst umsetzen wollen. Im Fokus stehen Beschichtungen für Innenwände, die über reine Farbgebung hinaus strukturelle und haptische Effekte ermöglichen. Dabei setzt Synthesa auf wasserbasierte Systeme, die den verschärften EU-Anforderungen für flüchtige organische Verbindungen entsprechen.
Für professionelle Anwender bietet das erweiterte Sortiment Spachteltechniken und Lasurfarben, die sich für gehobene Innenraumgestaltung eignen. Die Produkte sind auf eine einfache Verarbeitung mit gängigen Werkzeugen ausgelegt und ermöglichen reproduzierbare Ergebnisse auch bei anspruchsvollen Strukturoberflächen. Die Trocknungszeiten wurden so optimiert, dass mehrschichtige Aufbauten innerhalb eines Arbeitstages realisierbar sind.
Der Ausbau des Portfolios erfolgt in einem Marktsegment, das seit 2020 deutlich gewachsen ist. Der DIY-Trend, der während der Pandemie einsetzte, hat sich verstetigt und schafft neue Absatzkanäle für Hersteller, die traditionell über den Fachhandel verkaufen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wohngesundheit und Raumklima: Beschichtungen ohne Lösemittel, mit niedrigen Emissionswerten und antibakteriellen Eigenschaften werden verstärkt nachgefragt.
Synthesa positioniert sich damit im Wettbewerbsumfeld von Caparol, Brillux und anderen etablierten Anbietern, die ebenfalls auf Dispersionsfarben mit Zusatznutzen setzen. Der österreichische Hersteller profitiert dabei von seiner regionalen Verankerung im DACH-Raum und kann Produktentwicklung und Vertrieb eng mit lokalen Markterfordernissen verzahnen.
Für Malerbetriebe bedeutet das erweiterte Angebot neue Möglichkeiten bei der gewerblichen Renovierung und im gehobenen Privatkundengeschäft. Dekorative Techniken mit strukturierten Oberflächen oder mehrfarbigen Lasuren ermöglichen höhere Auftragsvolumina und Differenzierung im Wettbewerb. Zugleich verlangt die Verarbeitung solcher Systeme Schulung und Erfahrung, was den Abstand zum reinen DIY-Segment wahrt.
Die strategische Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Nutzerfreundlichkeit entspricht dem allgemeinen Branchentrend. Weitere Hersteller wie Adler Lacke oder Keim Farben haben in den vergangenen Monaten ebenfalls Produktlinien mit Fokus auf ökologische Rezepturen und einfache Verarbeitbarkeit vorgestellt. Der Markt für dekorative Wandbeschichtungen bleibt damit ein Wachstumsfeld, in dem Innovation und Nachhaltigkeitsnachweise über Marktanteile entscheiden.

