Der Münchner Spezialchemiekonzern Wacker Chemie plant bis Ende 2027 den Abbau von rund 1600 Stellen in Deutschland. Das entspricht fast jeder fünften Position im Inland und signalisiert erhebliche Strukturprobleme des deutschen Chemiestandorts.

Haupttreiber des Stellenabbaus sind steigende Energiekosten und der Konkurrenzdruck aus Asien. Europäische Chemiekonzerne verlieren zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit gegen Mitbewerber mit besseren Energieversorgungsstrukturen.

Für Maler- und Fassadenbetriebe in Österreich und Deutschland hat diese Entwicklung indirekte Auswirkungen: Schrumpfende Chemieproduktion reduziert die Nachfrage nach Spezialkunststoffen, Beschichtungsstoffen und Spezialchemikalien für Baustellen. Lieferketten für hochwertige Anstrichstoffe und Spezialzusätze könnten unter Druck geraten. Handwerksbetriebe sollten sich auf längere Lieferzeiten und möglicherweise höhere Rohstoffkosten einstellen, wenn europäische Hersteller ihre Produktion weiter reduzieren.